2013

08.06 – 30.11.2013

Gleisvorfeld

Nach Abschluss der Baggerarbeiten im Frühjahr haben wir die gelieferten 150 Tonnen Schotter auf das zukünftige Gleisvorfeld vor dem Lokschuppen gefahren und verteilt. Anschließend haben wir die zukünftigen aus dem Lokschuppen führenden Gleistrassen nivelliert und verdichtet.

Ende November konnten wir dann endlich mit den lange herbeigesehnten Gleisbauarbeiten beginnen. Zunächst wurden die erforderlichen Schienen (Profil Preussen Form V, 24 kg/m) nach genauer Länge und besterhaltener Fahrkante sortiert und grob ausgelegt. Danach begannen wir mit dem Anschrauben der selbst hergestellten Schwellen aus gebrauchten Leitplanken.

Im nächsten Arbeitsgang wird das Ablassen der Gleisjoche auf Trassenniveau, Anlaschen an die aus dem Lokschuppen führenden Gleise, Ausrichten und Stopfen erfolgen. Weiter müssen die Weichen ausgelegt werden. Diese sind unveränderliche Fixpunkte, d. h. der weitere Gleisbau richtet sich nach deren Lage.

Fahrzeugrestaurierung

Winfried hat in akribischer Kleinarbeit die Jung-Diesellokomotive mit der Fabriknummer 7831 aus dem Baujahr 1937 fertiggestellt. Sie läuft wieder wie ein Uhrwerk! Die Lok vom 22/24 PS starken Typ ZL 114 war neu über den Händler Fritz Kirchhoff in München an die Bauunternehmung Johann Stamminger, Ansbach, geliefert worden. Bestimmungsort ab Fabrik war Oberdachstetten, wo die Lok beim Bau der Luftwaffenhauptmuna im Einsatz war. Danach gelangte sie zum Kriegseinsatz nach Russland. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde sie lt. Herrn Stamminger kaum noch verwendet; zuletzt etwa 1947 für ein Strassenbauprojekt. Die Lok präsentiert sich nun wieder im Einsatzzustand um 1940. Drei auf die Lok lackierte Schriftzüge des letzten Eigentümers müssen im nächsten Frühjahr noch rekonstruiert werden. Wir suchen noch nach Fotos vom Einsatz der Lokomotive!

Exkursionen

Einzelne Vereinsmitglieder unternahmen, wie gewohnt, Exkursionen zu ehemaligen Feldbahnbetrieben und Museen. Die Feldbahnsammlung des Eisenbahnmuseums in Wien-Schwechat wurde sogar doppelt besucht.

 

26.01.-01.06.2013

Arbeiten am Gleisvorfeld

Der monatelange Dauerregen verhinderte bisher hartnäckig das Einbringen der ersten 150 Tonnen Schotter für die Gleisanlage vor dem Lokschuppen. Wir hoffen inständig auf baldigen Sonnenschein, denn das Regenwetter hat uns bereits ein gutes halbes Jahr zurückgeworfen. Alle Vorarbeiten (Schwellen und Befestigungsmaterialien) sind erledigt.

Infrastrukturelle Tätigkeiten rund um den Lokschuppen

Das Wasserfass hinter dem Lokschuppen ist nun fest aufgestellt. Harald, Jonas und Winfried haben in eines der  Regenwasserfallrohre des Lokschuppens einen Wasserdieb nach dem Prinzip kommunizierender Röhren eingebaut, der das Fass bei Regen befüllt, ohne dass das Fass überlaufen kann. Die ganze Füllanlage ist unsichtbar, da vergraben und funktioniert zu unserem Erstaunen super.

Vor dem Lokschuppen haben wir großzügig dimensionierte Betoninseln mit Löchern für die Schließriegel der Schuppentore betoniert, damit man die Tore nach dem Öffnen arretieren kann.

Zur ordentlichen Aufbewahrung und zügigen Entnahme von Kuppelketten für Loks und Loren haben wir vier Kuppelkettenhalter gebaut und im Lokschuppen angebracht.

Mehrere schwere Laufstege aus dem Gebälk des Lokschuppens haben wir per Flaschenzug heruntergenommen und zerlegt.

Alle Schrauben, Muttern usw. wurden durchsortiert.

Die Fenster und Fensterrahmen unseres Bauwagens wurden ersetzt.

Zu guter Letzt haben wir noch ein großes und sehr gut aussehendes Schwerlastregal zur Aufnahme von Fahrzeugersatzteilen gebaut. Es ist bereits gut mit nach Typ sortierten Achslagern, Zughaken, Motor- und Getriebeteilen, Antriebsketten usw. bestückt. Auch die bisher ungeordnet gelagerten Rollenlagerrollen für Loren wurden in diesem Zusammenhang gesäubert und nach Größe sortiert.

Fahrzeugaufarbeitung

Winfried verbringt jede freie Minute im Lokschuppen und hat die ZL 114 mit viel Akribie und Fingerspitzengefühl nun schon sehr weit restauriert. Motor und Getriebe befinden sich in bestem Zustand und sind wieder auf dem Lokrahmen montiert. Auch die altbrauchbaren Lampen aus unserem Ersatzteilfundus hat Winni restauriert und funktionsfähig gemacht. Sie werden die fehlenden Originallampen ersetzen und kommen den Jung-Lampen optisch sehr nahe.

Neuzugänge Feldbahn

Von den Hobbykollegen des Vereins Feldbahn Riedlhütte erwarben wir ein sehr schweres Imprägnierwagen-Pärchen, das früher beim Holzimprägnierwerk Benker in Haspelmoor im Einsatz war. Mit derlei Rungenwagen wurden seinerzeit lange Hölzer, z. B. Telegrafenmasten oder Bahnschwellen, in die Druckkessel transportiert. Leider sind die Achslager in einem schauderhaften Zustand, teilweise auch gebrochen und verlangen nach einer aufwändigen Reparatur. Bei der Fa. Benker wurden die Wagen von einer Diesellok (Diema DS 14) bewegt.

Sehr positiv ist auch, dass wir unser Weichenproblem lösen konnten. Uns fehlten bisher noch mindestens drei schwere Weichen vor dem Lokschuppen. Im Rahmen einer Feldbahnexkursion entdeckten wir glücklicherweise einen Weichenstapel, bestehend aus je zwei sehr gut erhaltenen Rechts- und Linksweichen in Profilhöhe 80 mm und 7 m Baulänge, so dass wir mit dem Gleisvorfeld loslegen können, sobald eine Wetterbesserung in Sicht ist. Die Weichen stammen von einer geradezu legendären, längst historischen Waldbahn: Der Waldbahn Zwieselau

Neuzugänge und Arbeiten am Werkzeug

Über einen Bekannten von Winni kamen wir kostengünstig zu einem sehr leistungsfähigen MAG-Schweißgerät. Dieses wurde durchrepariert, die entsprechende Corgon-Gasflasche gekauft und ist bereits rege im Einsatz.

Harald und Jonas haben ferner alle unsere Stützwinden zerlegt, überarbeitet und geschmiert.

Exkursionen

Natürlich unternahmen wir auch wieder mehrere Exkursionen zu verschiedenen Feldbahnbetrieben, die teils längst Geschichte sind, teils noch in Resten existieren. U. a. fuhren wir in den Frankenwald und besichtigten zwei Kalkwerke, ein Kohle- und ein Schieferbergwerk. Weitere Touren führten uns beispielsweise zu Granitsteinbrüchen des Fichtelgebirges, einer oberpfälzischen Pegmatitbahn oder der ehemaligen Waldbahn Zwieselau.

 

19.01.2013

Der Verein Fränkisches Feldbahnmuseum e. V. wünscht ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr!

Zu Jahresbeginn möchten wir Sie gerne darüber informieren, was sich bei uns vom letzten Quartal 2012 bis heute getan hat.

Arbeiten am Gleisvorfeld

Hier wurde mit Hilfe schweren Geräts von der Firma Schwab in Haasgang das Planum für das Gleisvorfeld vor dem Lokschuppen bereitet. Bisher hatten wir aber auf Grund des schlechten Wetters noch keine Möglichkeit, mit dem LKW bis an unsere Baustelle heranzukommen und Schotter einzufüllen. Dies soll geschehen, sobald der Schnee geschmolzen und das Grundstück wieder befahrbar ist. Womit wir während der Schlechtwetterperiode aber begonnen haben, ist das Herstellen der Metallschwellen und der zugehörigen Kleineisenteile für die geländeeben verlegten Schienen vor dem Lokschuppen auf Grundlage altbrauchbarer Leitplanken. Vielen Dank für die Unterstützung – Stichwort Maschinenbenutzung – an die Firma Schäff & Stallmann! Da die Gleise vor dem Lokschuppen bis zum Schienenkopf eingeschottert werden, wollen wir hierfür nicht unsere besten historischen Feldbahn-Stahlschwellen verwenden.

Arbeiten am Lokschuppen

Ehre, wem Ehre gebührt! In diesem Fall gebührt sie Winfried Hofmockel, denn der hat sich eigenständig um die Vorbereitung unseres alten Wasserfasses für die Aufstellung als Wasserspender sowie um die Installation einer historischen Lampe aus dem Edeltonbergbau Grube Monika an unserer Lokschuppenfrontseite gekümmert. Außerdem hat er alle unsere Arbeitsplätze im Lokschuppen mit Steckdosen bestückt.

Fahrzeugaufarbeitung

Winfried ist seit seinem Erwerb der Jung-Diesellok vom Typ ZL 114 Werknummer 7831/1939 ex Bauunternehmung Stamminger, Ansbach, unermüdlich mit deren Restaurierung beschäftigt und vollbringt Höchstleistungen. Insbesondere auf die technische und äußerliche Authentizität unter weitreichender Beibehaltung der Originalteile selbst im ‚unsichtbaren‘ Bereich legt er größten Wert. Sogar den originalen Ballast (Basaltschrippen aus dem Siegerland) hat er wieder eingefüllt. Bisher wurde Folgendes getan: Vollständige Zerlegung und Dokumentation der Lok, Aufarbeitung, Lackierung und Montage des Fahrwerkes, Aufarbeitung und Lackierung der Blechteile und des Fahrersitzes, Aufarbeitung und Wiedermontage der Schilder, Planen der durch Eisbildung im vorderen Ballastkasten hochgedrückten Rahmendeckplatte, Aufarbeitung vieler Kleinbaugruppen. Nun steht die Aufarbeitung von Motor, Getriebe, Kühler und Lampen an, dann erfolgt die Endmontage. Das bisher Erreichte überzeugt, insofern freuen wir uns alle auf die Wiederinbetriebnahme, die sicherlich noch heuer erfolgen wird.

Sonstiges

Natürlich haben wir auch im Winter 2012 wieder am Rügländer Weihnachtsmarkt teilgenommen. Unsere Jahres-Sammeltasse zeigt eine Gmeinder 10 PS-Lok mit Ballastkasten wie in unserer Sammlung erhalten (Gmeinder 460/1929). Ferner unternahmen wir je eine Exkursion zu oberpfälzischen und zu oberfränkischen ehemaligen Feldbahnbetrieben. Außerdem haben wir die Gewinde aller Laschenbolzen für die Kleinbahnschienen aus dem Jagsttal nachgeschnitten und geölt.