Herzlich willkommen im
Fränkischen Feldbahnmuseum e.V.

unbenannt

„Schmalspurbahn“: Eisenbahn mit einer kleineren Spurweite
als der sogenannten Regelspurweite von 1435mm.

„Feldbahn“: Schmalspurige Industriebahn,
die vornehmlich dem Transport von Gütern dient.

Bericht über Sommerferienprogramm

 

FLZ Nr. 187 vom Samstag, 13. August 2016

23.08.2015 – 16.01.2016

Ein Gesundes Neues Jahr allerseits! Wir möchten Ihnen gerne von unseren Aktivitäten des vergangen halben Jahres berichten.
GleisbauNoch immer sind wir mit dem Gleisvorfeld vor dem Lokschuppen sowie der Verbindungsstrecke zum höhergelegenen Parkplatz an der Straße nach Adelmannsdorf beschäftigt.

Fast alle Gleise wurden nun verlegt; lediglich das Lokschuppengleis 1 ist noch nicht an die Anlage angebunden, weil wir die Aufarbeitung der dafür vorgesehenen schweren Linksweiche aus dem Gaswerk Berlin-Charlottenburg bisher nur sporadisch verfolgt haben. Ferner erhielten alle eingebauten Weichen ihre Stellgewichte. Für die Weichen, die wir von der ehem. Waldbahn Zwieselau übernommen haben, existiert noch ein Originalstellhebel. Diesen haben wir in dreifacher Ausfertigung für die übrigen Waldbahnweichen nachgebaut und installiert. Die von uns umgespurten Jagsttalbahnweichen erhielten ebenfalls ihre Originalstellhebel wieder.

Den Gleisbau-Schwerpunkt stellt derzeit das Schottern und Stopfen aller Gleise dar. Das Lokschuppengleis 2 haben wir bereits fertig gestopft und bis zum Schienenkopf eingeschottert. Mit dieser körperlich anstrengenden Arbeit werden wir in den nächsten Wochen weiterhin beschäftigt sein. Erleichtert wird uns die Arbeit durch den bereits ans Schienennetz angebundenen Parkplatz. Wir laden dort den Schotter mit unserer Laderaupe in Kipploren und fahren ihn mit der Diesellok zum Einbauort. Das Stopfen der Schwellen erledigen wir mit elektrischen Handstopfgeräten der Reichsbahnbauart, die wir vor Jahren als Spende von unserem Vereinsmitglied  Matthias Richter bekamen.

Neuzugänge

Zwei spektakuläre Fahrzeug-Neuzugänge erfolgten im Januar 2016.

Numero eins: Wir konnten eine in technisch sehr gutem Zustand befindliche Deutz-Lokomotive Bauart A 2 L 514 von einem Privatmann kaufen. Die Lok stammt ursprünglich von den Isar-Amperwerken und kam am Wasserkraftwerk Icking zum Einsatz. Sie wiegt 4 Tonnen und leistet 28 PS. Der Vorbesitzer hat sie leider auf schwere Straßenachsen geschweißt – und zwar panzermäßig. Wir haben sie bisher nur grob heruntergeschnitten, um sie auf die Schienen stellen und in den Lokschuppen bringen zu können. Nun steht uns noch die anspruchsvolle „Feinarbeit“ bevor. Zusammen mit der Lok erhielten wir fünf sehr schöne Kipploren mit je 0,75 cbm Muldeninhalt (3x DIN, 1x Eigenbau, 1x O&K Type „Ideal“) sowie einen Betonrundkipper für Handbetrieb Bauart Weserhütte. Eine baldige Inbetriebnahme der Lok ist geplant.

Numero zwei: Als Dauerleihgabe mit baldiger Übernahmeoption erhielten wir eine zehn Tonnen schwere dieselhydraulische Ruhrthaler-Lokomotive der Bauart D 90 Ö, welche zuvor auf der Feldbahn des Kieswerkes Porzner & Söhne in Zapfendorf am Main im Einsatz war. Die Restaurierung wird allerdings noch einige Mühe bereiten. Zusammen mit der Lok kamen u. a. zwei 0,75 cbm-Loren, vier schwere Kipploren des Herstellers Glässing & Schollwer mit 1,5 cbm Muldeninhalt sowie einige kurze Gleisrahmen nach Rügland. Alle Wagen stammen vom Kieswerk Porzner in Ebensfeld, wo sie bis Ende der 1950er Jahre zusammen mit einer Dampflok und einer Diesellok im Einsatz waren. Hierfür bedanken wir und ganz herzlich bei Herrn Heidrich!

Exkursionen

In der zweiten Jahreshälfte 2015 führte uns eine ausgiebige Feldbahntour zu ehemaligen Feld- und Grubenbahnbetrieben im Elsass.

15.01.2016

Die Ruhrthaler Diesellok Typ 90 Ö 3693/1961 hat eine neue Heimat bekommen.Diese zehn Tonnen schwere Maschine wurde 1961 für das Kieswerk Porzner & Söhne in Zapfendorf/Main beschafft. Dort tat sie bis ca 1970 auf deren 600 mm Feldbahn Dienst.

Sie war danach auf dem Gelände des alten Kieswerks Ebensfeld abgestellt. Das letzte Jahrzehnt verbrachte sie auf dem Gelände des ehemaligen BW Lichtenfels.

Sie wurde nun zusammen mit sechs Kipploren, sowie weiteren Feldbahn- Teilen dem Fränkischen Feldbahnmuseum übergeben.

Seit dem 15. Januar 2016 bereichert sie nun unsere Sammlung.

J.Knöll

lichte18

Foto: Michael Wenninger